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Strassenprojekt spaltet die Gemüter

Das geplante Strassenprojekt Schlösslihalde – Bellerivehöhe – St.-Anna-Strasse sorgt im Quartier für kontroverse Diskussionen. Während die Stadt mit dem Projekt eine Aufwertung der Strasse zu einer städtischen Velohauptroute anstrebt, gehen die Meinungen in der Quartierbevölkerung deutlich auseinander. Einige Anwohnerinnen und Anwohner lehnen das Vorhaben klar ab, andere begrüssen die geplanten Massnahmen oder sehen darüber hinaus weiteres Verbesserungspotenzial.


Ein zentraler Kritikpunkt ist für viele der geplante Wegfall von Überholmöglichkeiten für den öffentlichen Verkehr. Künftig sollen Busse nicht mehr überholt werden können, was insbesondere im Hinblick auf den Verkehrsfluss als problematisch erachtet wird. Besonders kritisch beurteilt wird die vorgesehene Umgestaltung der Bushaltestelle Lützelmattstrasse. Nach Ansicht zahlreicher Anwohnender sollte diese weiterhin mit einer Bus-Einnische ausgestattet bleiben, damit zumindest an dieser Stelle ein Überholen möglich bleibt. Auch die geplanten Kernfahrbahnen stossen auf Skepsis: Viele bezweifeln, dass diese Massnahme tatsächlich zu einer spürbaren Verbesserung der Sicherheit für Velofahrerinnen und Velofahrer führt. Vereinzelt wird sogar ein Lastwagenverbot gefordert.


Darüber hinaus verlangen Anwohnerinnen und Anwohner aus Gründen der Schulwegsicherheit eine Ausweitung der Tempo-30-Zone bis zum Schulhaus Utenberg. Diese Forderung erhält zusätzliches Gewicht, da die Verkehrsampeln in diesem Bereich ersatzlos entfernt wurden. Nur mit einer konsequenten Temporeduktion, so die Argumentation, lasse sich die Verkehrssicherheit nachhaltig erhöhen und der Durchgangsverkehr wirksam beruhigen.


Der Quartierverein hat die zahlreichen Rückmeldungen aus dem Quartier aufgenommen und wird sie nun gebündelt bei der Stadt Luzern einbringen, um die Anliegen der Anwohnenden - soweit überhaupt noch möglich - in den weiteren Planungsprozess einzubringen.


Die Pläne liegen noch bis 2. Februar 2026 beim Tiefbauamt der Stadt Luzern zur Einsichtnahme auf und sind unter www.planauflage.stadtluzern.ch abrufbar. Allfällige Einsprachen gegen das Auflageprojekt sind innerhalb der genannten Frist schriftlich, mit Antrag und Begründung, im Doppel beim Stadtrat der Stadt Luzern, Hirschengraben 17, 6002 Luzern, einzureichen. Die Eingabe ist mit dem Vermerk «GP St.-Anna-Strasse – Bellerivehöhe – Schlösslihalde, Teil 3» zu versehen. Einsprachen sind zulässig durch natürliche und juristische Personen, die durch das Projekt in ihren eigenen schutzwürdigen Interessen betroffen sind.

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