
Sanierung
Brunnhalde
Die Quartierstrasse Brunnhalde befindet sich in einem schlechten Allgemeinzustand. Deshalb wurde bereits vor einigen Jahren seitens der Stadt Luzern ein Projekt zur umfassenden Sanierung gestartet.
Grund für den aktuellen schlechten Zustand sind verschiedene strukturelle Schäden, die sich über die Zeit entwickelt haben. Die Strasse wurde ursprünglich nicht für die heutige Verkehrsbelastung ausgelegt, weshalb der bestehende Aufbau den aktuellen Anforderungen nicht mehr genügt. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Brunnhalde im betroffenen Abschnitt eine unzureichende Tragfähigkeit aufweist. Aus diesem Grund ist ein vollständiger Ersatz des bestehenden Strassenoberbaus erforderlich. Im Zuge dieser Arbeiten wird auch die Strassenentwässerung an die heutigen technischen Standards angepasst und einige Werkleitungen saniert.
Der Abschluss der Sanierung der Brunnhalde war ursprünglich für dieses Jahr vorgesehen. Am 5. März 2026 führten Vertreter des Quartiervereins gemeinsam mit dem Projektleiter der Stadt Luzern eine Begehung durch, um den tatsächlichen Realisierungszeitpunkt sowie den Umfang der geplanten Massnahmen zu klären. Seitens der Stadt wurde erläutert, dass sich das Projekt aufgrund verschiedener umliegender Bauvorhaben verzögert hat. Zunächst wurde die Strassensanierung wegen der Umbaumassnahmen beim Hirslanden Klinik St. Anna zurückgestellt. Anschliessend folgte der Neubau eines Mehrfamilienhauses im Kreuzungsbereich Brunnhalde/Haldenrain. Zusätzlich fanden Bauarbeiten beim Hotel Europe statt, die teilweise noch andauern. Mit dem Aufschub der Strassensanierung wollte die Stadt zusätzliche Belastungen für das Quartier sowie grössere Verkehrsbehinderungen vermeiden. Zudem sind derzeit noch Abklärungen zum Landerwerb notwendig, weshalb ein unmittelbarer Baustart nicht möglich ist. Läuft alles planmässig, könnte der Baustart frühestens Ende 2026 erfolgen. Vorher muss unter anderem noch die Planauflage durchgeführt werden.
Der zeitliche Aufschub gab dem Vorstand Gelegenheit, detaillierter auf einzelne Massnahmen einzugehen und mögliche Verbesserungen vorzuschlagen. Ein zentraler Punkt war die Sicherheit der Trottoirführung. Projektleiter Ullrich Pickert erklärte, dass im Zuge der Sanierung nicht nur die Fahrbahn, sondern auch das angrenzende Trottoir erneuert und bis zur Quartierverzweigung verlängert werde. Damit sollen Sicherheit und Komfort für Fussgängerinnen und Fussgänger verbessert werden.
Ein weiteres Thema war die Situation mit stehenden Reisebussen beim Hotel. Das Vorbeifahren mit dem Auto sei derzeit schwierig, da der Höhenunterschied zur gepflasterten Fläche als Hindernis wahrgenommen werde. Die Stadt erklärte, dass im Rahmen der Sanierung das Strassenniveau angehoben und an die Höhe der angrenzenden Fläche angepasst werde, sodass künftig nur noch ein minimaler Höhenversatz bestehen wird. Zusätzlich schlugen die Quartiervertreter vor, die Halteverbotslinie im Eingangsbereich des Hotels zu verlängern, um eine geordnetere Parkierung der Reisebusse zu ermöglichen. Dieser Vorschlag wurde von der Stadt aufgenommen und soll im Projekt berücksichtigt werden.
Diskutiert wurde schliesslich auch die Wendesituation im Kreuzungsbereich mit dem Haldenrain. Die Quartiervertreter regten an, den Kreuzungsbereich leicht zu erweitern, damit Fahrzeuge dort wenden können und gefährliche Rückwärtsmanöver vermieden werden. Der Projektleiter nahm diesen Vorschlag zur Prüfung entgegen.
Das Gespräch trug dazu bei, das gegenseitige Verständnis zu vertiefen und mögliche Optimierungen einzubringen. Nach der Prüfung der Vorschläge will die Stadt erneut auf den Quartierverein zukommen. Der Austausch zeigte deutlich, dass ein konstruktiver Dialog auf Augenhöhe beiden Seiten wertvolle Perspektiven eröffnet.